iSiKon

Gesteigerte Flexibilität in heterogen aufgebauten Materialflusssystemen auf Basis intelligenter Softwaremodule in Selbstkonfigurierender Fördertechnik

Projektbeschreibung

Die Automatisierung im Kontext von Industrie 4.0 führt zu steigenden Anforderungen an die Flexibilität von Fertigungssystemen. Grund hierfür ist die steigende Variantenanzahl aufgrund der Kundenforderung nach individualisierbaren Produkten. Die Auswirkungen haben insbesondere Einfluss auf die Prozesse der Produktionslogistik. Anlagen und Logistikeinheiten müssen sich ohne zusätzlichen Programmieraufwand verbinden und sich das Logistiksystem so in kürzester Zeit auf geänderte Anforderungen anpassen lassen.

Die Zielstellung des Projektes besteht in der Entwicklung eines modularen selbstkonfigurierenden heterogenen Materialflusssystems, dessen Einheiten nach dem Plug-and-Play-Prinzip verbunden werden können und ihre Möglichkeiten zur Interaktion selbst analysieren. Die Intelligenz für sowie Entscheidungskompetenz im System ist Agenten zugeordnet, die auf eingehende Auftragsanfragen reagieren und die notwendigen Aktionen auf Grundlage einer Wissensbasis über das vertretene Modul im Logistiknetzwerk umsetzen. Teil der Wissensbasis ist eine Verortung, welche die Position der interagierenden Module in einem Referenzkoordinatensystem festlegt und somit Interaktionsräume für die Kooperation entstehen lässt. Dabei sind auch in modulübergreifenden Regelkreisen ausgetauschte Daten von Relevanz, die einen Datenaustausch in Echtzeit erfordern.

Neben der Selbstkonfiguration bietet die agentenbasierte Systemarchitektur durch das marktplatzorientierte Verhalten die Fähigkeit zur Optimierung des Prozesses hinsichtlich definierter Kriterien.

Die Vorgänge im Agentensystem haben aktuell oft Black-Box-Charakter und bieten wenig Transparenz für den Betreiber. Im Projekt iSiKon soll durch eine geeignete Visualisierung der Wandel zur White-Box erreicht und Entscheidungen des Agentensystems damit nachvollziehbar werden.

Förderung

Das Vorhaben wird in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluss Logistik der Technischen Universität München bearbeitet und von der Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.